Buch der Woche: Glück kommt selten allein
Glückliche Menschen sind seltener krank. Das ist einer der Grundgedanken in Eckart von Hirschhausens Buch „Glück kommt selten allein“. Auf einfallsreiche und bildhafte Weise illustriert der Mediziner und Kabarettist Erkenntnisse aus der Neurologie, Psychiatrie und der sogenannten Glücksforschung. Dabei handelt es sich bei diesem Buch weniger um einen Glücksratgeber, wie man sie zu tausenden kaufen kann. „Glück kommt selten allein“ ist eher eine kleine Gedankensammlung zum Thema Glück, untermischt mit medizinischen Erkenntnissen und Beispielen aus dem Alltag.
Etwa, dass auf dem Siegertreppchen der Drittplatzierte sich mehr freut als der zweitplatzierte – weil er froh ist, überhaupt auf dem Treppchen zu sein und sich nicht an den Besseren misst.
Richtig auf ewig glücklich macht es wohl nicht, aber es regt dazu an sich Gedanken zu machen, wie man sich und die Welt glücklicher machen könnte. Diese Gedankensammlung verändert nicht das Leben, aber es gibt in vielerlei Hinsicht Anregung für neue Sichtweisen. Zwar schockieren den einen oder anderen die beträchtliche Seitenanzahl, doch Hirschhausen, der übrigens an der Uni Heidelberg mit Magna cum laude in Medizin promovierte, schafft es, auf 400 Seiten nie langweilig zu wirken. Das Buch ist ein gelungenes Rundumpaket aus Humor und medizinischen Fachwissen.
