Mai 24th, 2010
geschrieben von Tung

So kontrovers der Elitebegriff auch ab und an diskutiert wird, wenn es um die Namen Harvard, Columbia oder Stanford geht schwingt eine gehörige Portion Respekt mit. Die Eliteuniversitäten in England und den U.S.A. sind für ihre gute Lehre bekannt und so sehr man einigen der Studenten an diesen Institutionen ein absurd reiches Elternhaus vorwerfen mag, wo würde doch niemand die Gelegenheit ablehnen, einmal in Harvard oder Stanford zumindest eine Vorlesung mitzumachen. Um diese Neugier zu befriedigen reicht mittlerweile ein einfacher Mausklick. Das Academic Earth Projekt stellt der ganzen Welt Vorlesungsreihen der renommiertesten amerikanischen und englischen Universitäten Online per Video-Stream zur Verfügung. Egal ob in Medizin-, Physik- oder Literaturvorlesungen, jeder der sich schon einmal dafür interessiert hat wie sein Studienfach wohl in den High-End Institutionen dieser Welt unterrichtet wird kommt auf seine Kosten – wobei eigentlich keine Kosten entstehen, denn die Videos sind alle kostenfrei verfügbar. Mittlerweile bietet Academic Earth in Zusammenarbeit mit einigen Universitäten (darunter Harvard und die New York University)sogar Online Bachelor Studiengänge an, in denen das komplette Studium per Videostream gemacht werden kann und zwar für einen Bruchteil der normalen Studiengebühren.
Mit Academic Earth wächst die akademische Welt wieder ein bisschen mehr zusammen. Sozial schwache Studenten und angehende Studenten bekommen mit diesem Projekt auch erstmals eine Chance, auch ohne viel Geld ihren Abschluss an einer teuren Eliteuniversität zu machen. Das Videoprojekt macht Wissen wieder zu dem, was es sein sollte: Ein Allgemeingut. Und das finden wir gut!
Weitere Infos erhaltet ihr unter www.academicearth.org
Januar 21st, 2010
geschrieben von Tung
Neulich gab es wieder einmal eine dieser langen Diskussionen, zu denen die beste Meinung eigentlich keine offene Meinung ist. Es ging um den immer größeren Studentenschwund der großen Mathe-Vorlesung. Waren die Meisten am Anfang noch hoch motiviert und engagiert beim Mitschreiben, ist der einst überfüllte Hörsaal jetzt nur noch zu einem Drittel der Plätze besetzt. Sollte man als Student so oft fehlen und so womöglich negative Effekte auf die eigene Karriere heraufbeschwören? Jeder weiß, dass es nicht besonders gut ist, oft zu fehlen, aber manchmal ist einem einfach danach und man tut’s. Für solche Fälle bietet die Internetseite UNIDOG.de eine unschlagbare Lösung: Notizenschreiber können sich ein kleines Zubrot verdienen, indem sie hier ihre Notizen verkaufen und als notorischer Zuspätkommer ist es mit UNIDOG einfacher, den “verlorenen” Stoff nachzuholen. So kann man moralischen Problemen durch einfache Gegenleistungen / Bezahlungen entgehen und alle Teilnehmer einer Vorlesung haben die Chance auf den gleichen Informationsstand. Das finden wir gut!
Mehr Infos unter www.unidog.de
Euer SEMESTERBOOKS.de Team
Januar 20th, 2010
geschrieben von Tung
Es ist endlich wieder soweit! Die Dozenten kehren ans DJ-Pult zurück. Nach der überaus erfolgreichen Premiere im Vorjahr werden bei der zweiten HEIDELBERGER NIGHT OF THE PROFS am Donnerstag den 21.01.2010 wieder namhafte Professoren und Dozenten der Uni Heidelberg hinter dem DJ Pult der Studentenschar musikalisch alles zum Besten geben, was Sie zu bieten haben. Wie tagsüber im Hörsaal geben sie bei der Night Of The Profs den Ton an – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Sie packen ihre Lieblings-CDs ein, treten vor die Plattenteller und geben die „Perlen“ ihrer Musiksammlung zum Besten. Ob Rock’n’Roll, Funk, Pop, Hiphop oder Elektro, alles ist erlaubt. Der besondere Charme dieses Events entsteht durch schwitzende House-DJ-Profs, tanzende Studentenscharen, überzeugende Performances, Professorentitel auf der Gästeliste oder auch kurze biografische Ansagen zu den einzelnen Titeln – alles schon geschehen!
Lassen wir uns überraschen, welche Rohdiamanten bei der zweiten NOTP an der Plattennadel geschliffen werden. Wir freuen uns auf jedenfall darauf. Gerüchteweise sollen auf der Veranstaltung Affen mittanzen …
Januar 14th, 2010
geschrieben von Tung
Alfred Tarski wäre heute 109 Jahre alt geworden. Tarski gehörte zu einer Bewegung von Mathematikern, deren philosophische Suche nach der Wahrheit in der menschlichen Sprache mündete. Das Konzept von Sprache als formales System macht diese mathematisch beliebig genau sizierbar und verknüpft die Semantik mit der Wahrheit.
Die Grundannahme: Wenn ich also A sage, dann ist die Aussage nur solange wahr, solange A wahr ist. “Braucht man dazu wirklich eine Professur in Mathematik und Philosophie?” Werden sich jetzt vielleicht einige fragen, kurze Antwort: Ja sicher! Denn die Konsequenz aus der Formalisierung unserer Sprache ist, dass unsere Ausdrucksweise und unsere
Geheimnisse in jeglicher Hinsicht berechenbar sind. Ein beunruhigender Gedanke, der erst später durch die Frankfurter Schule und auf naturwissenschaftlicher Ebene durch Heisenberg verworfen wurde.
Da stellt sich einem die Frage, wenn die moderne Philosophie von Mathematikern, Physikern und Soziologen betrieben wird, was machen dann Philosophen? Wie auch immer, wir erheben die Gläser für einen der größten Geister der Moderne!
Happy Birthday Alfred Tarski!
Januar 13th, 2010
geschrieben von Tung
Und auch wenn es in der Uni recht verpönt ist, ich finde Wikipedia einfach fantastisch! Wikipedia ist einfach die erste Quelle um Wissen schnell zu erlangen oder um Fakten zu kreieren … In diesem Sinne, Happy Birthday Wikipedia! Bald bist du aus der Grundschule raus und wir alle hoffen, dass deine Pubertät wirklich WILD wird
Vielleicht ist das zu viel verlangt, aber wer kann in seinem Lebenslauf nach neun Jahren von sich schon behaupten, das Internet Revolutioniert zu haben?
Was sind eure erfahrungen nach neun Jahren Wikipedia? Was denkt ihr?
Dezember 1st, 2009
geschrieben von Tung
Ernest Hemingway sagte einmal: “All of American literature comes from one book by Mark Twain called Huckleberry Finn … There was nothing before.There has been nothing asgood since.”
In diesem Sinne: Alles Gute zum 174. Mark Twain!

Die Abenteuer des Huckleberry Finn
ISBN: 3866471777
Autor(en): Mark Twain, Samuel Clemens
Verlag: Anaconda
Seiten: 464
Auflage: keine Angabe
Erschienen: August 2007
Bindung: Gebundene Ausgabe
http://semesterbooks.de/isbn/3866471777
November 11th, 2009
geschrieben von Tung
In der letzten Zeit stellt sich für den Wirtschaftsstudenten immer mehr ein recht seltsames Problem: Gerade in mikroökonomischen Disziplinen scheinen Dozenten zunehmends ihren Glauben an den Lehrstoff zu verlieren. Es fallen Kommentare wie: „Das war bis letztes Jahr allgemeiner Standard, jetzt können Sie damit mit der Pistole in den Wald gehen – aber ich bringe es Ihnen trotzdem bei.“ Sicherlich ist der Kommentar zugespitzt formuliert worden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass im Wirtschaftsstudium an Universitäten oft ein gewisser Realitätsbezug fehlt. Etwas Abhilfe für dieses Problem schaffen Vereine, wie die Initiative Wertpapiere Heidelberg. Der seit 1993 bestehende Verein engagiert sich dafür, Studierenden in Heidelberg das Kapitalmarktgeschehen, interessante Unternehmen und darüber hinaus potentielle Arbeitgeber vorzustellen und somit die Kommunikation zwischen Universität und Wirtschaft zu fördern. Ergänzend zum Lehrbetrieb sollen so die vorwiegend studentischen Mitglieder in die Lage versetzt werden, tiefer in die komplexe Materie einzudringen. Die Liste der Referenten der IWH-Vorträge reichen von Hedge-Fonds Managern über Rohstoffhändler bis hin zu Beratern aus dem Energie-Sektor. Mehr Praxisnähe neben der Uni geht eigentlich nicht.
Und das finden wir gut!
Tung vom SEMESTERBOOKS.de Team
Mehr Informationen zur Initiative Wertpapier Heidelberg gibts unter www.iwh-ev.de
Juni 24th, 2009
geschrieben von Tung

„B.A. was nun?“ titelte eine Zeitung vor einiger Zeit zusammen mit einem Bild von Mr. T., einige kennen ihn als B.A. vom A-Team. Zuerst fand ich die Idee nur ganz witzig, man bekommt in letzter Zeit nur noch selten gute Wortspiele auf Magazinen. Aber über eine Antwort auf die gestellte Frage musste ich dann doch einige Zeit grübeln. Tja B.A. (oder B.Sc.), was nun? Gerade Geisteswissenschaftlern bleibt eigentlich nichts anderes übrig, als das nächste Upgrade auf den Master. Und hier hat man nun die Qual der Wahl!Das Schöne am Bachelor / Master-System immerhin, sind die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Fächerwahl, von der Ortswahl mal ganz abgesehen. Hier eine gewisse Übersicht zu bekommen war bis vor kurzem immer mit wirklich viel Mühe verbunden.
Ein Projekt ehemaliger Studenten aus den Niederlanden bringt nun etwas Licht ins Dickicht der Masterstudiengänge: Das Master’s Portal. Portal ist hier wörtlich zu nehmen, denn nirgendwo im Netz kann man sich so einfach im Netz verschiedener Masterstudiengängen in ganz Europa zurechtfinden. Über eine komfortabel eingerichtete Suche findet man zum vorfiltern schon eine ganze Menge guter Treffer. Angezeigte Studiengänge können angenehmerweise auch nach Kosten, Dauer oder Region geordnet werden. Allerdings variieren die Detailbeschreibungen der Studiengänge momentan noch von außerordentlich guten (etwa beim Imperial College oder der Universität Amsterdam) bis zu eher mittelmäßigen Beschreibungen (manche Oxford Studiengänge). Jede Beschreibung besteht aus einem allgemeinen Ablauf des Masterprogramm und dem Studiengang, den geforderten Voraussetzungen sowie eine kleine Linksammlung zum betreffenden Studiengang. Auch Links zu entsprechenden Ansprechpartnern der jeweiligen Uni sind ohne viel zu Suchen auffindbar. Als interessierter Mensch könnte man praktisch Stunden damit verbringen, sich dieses und jenes anzuschauen, sogar ein normales Stöbern über alle Masterstudiengänge ist möglich, schließlich besteht dank nicht-konsikutivem Master die Möglichkeit neue Wege einzuschlagen. Eigentlich ist es wie das Lesen von Oscar Wilde Büchern, man liest und liest und liest, findet alles toll, weiß aber auch gleichzeitig, dass man alles nochmal lesen muss. Amüsant sind übrigens auch die Werbebanner auf der Seite von verschiedener europäischer Unis. Hier wird einmal mehr deutlich, wie verschieden die europäische Hochschullandschaft im Prinzip ist, wenn beispielsweise „Study in the UK – Many scholarships available“ neben „Study in Denmark – No tuition fees at all“ prangt.
Wohin es nach dem Bachelor geht weiß man nach so viel Informationsaufnahme womöglich noch nicht unbedingt schnell, aber Überblick verschafft http://www.mastersportal.de/ definitiv, und das ist gut so!
Tung vom SEMESTERBOOKS.de-Team
Juni 22nd, 2009
geschrieben von Tung

Neulich gab es wieder einmal eine dieser langen Diskussionen, zu denen die beste Meinung eigentlich keine offene Meinung ist. Innerhalb von zwei Monaten hat sich das Publikum der Matheeinführung gedrittelt. Die Frage: Sollte man als Student wirklich so oft fehlen, und so womöglich negative Effekte auf die eigene Zukunft heraufbeschwören? Jeder weiß, dass es nicht besonders gut ist, oft zu fehlen, aber manchmal ist einem einfach danach und man tut’s, nicht wahr?
Für solche Fälle bietet Uniturm.de Schützenhilfe. Hier tauschen sich Studenten aus 170 Hochschulen in Deutschland untereinander aus. Egal ob es sich um Mitschriften und Skripte einer verpassten Vorlesung, allgemeine Geistesblitze zu schwierigen Themen oder Lösungsblätter von Übungen handelt. Rund ums Lernen bietet die Seite eine Menge Input- und Austauschmöglichkeiten. Vor allem in der Klausurenvorbereitung kommt man, ist man die Community erst einmal gewohnt, nur schwer daran vorbei. Getreu dem Motto „Gemeinsam mehr wissen“ bringt Uniturm.de die Idee der frei verteilten Information unter Gleichen in die Realität, und das finden wir gut!
Euer SEMESTERBOOKS.de Team
Juni 22nd, 2009
geschrieben von Tung

In den letzten zehn Jahren mussten wir im Bereich der Entwicklungshilfe oft lernen, dass die meisten Konzepte in vielen Ländern oft ineffektiv sind. Das hat sehr komplexe Gründe, von Korruption, über Bürgerkrieg bishin zur Bürokratie oder dem Fehlen derselben.
Diskussionen über diese diversen Gründe halten oft sehr lange an, doch worauf man sich wohl einigen kann ist, dass etwas konzeptionell anders laufen muss. Eine Antwort auf die Frage: „Wie bekämpfe ich die Armut auf der Welt?“ scheint zur Zeit hierbei wirklich im Trend zu liegen: Man begibt sich vor den Computer und wird Mikrofinanzier.
Das habe ich gerade eben auch getan. Im Heidelberg auf der Parkbank sitzend habe ich einem indischen Teppichweber 50$ geliehen, der Insgesamt 675$ für neue Webvorrichtungen und Material benötigt, und so seine Frau und vier Kinder ernährt. Möglich macht das das KIVA Projekt (www.kiva.org). Auf dieser Internetseite finden sich Informationen über Kleinstunternehmer in Entwicklungs- und Schwellenländern, die kurzfristig eine kleine Summe Geld benötigen. Als Kreditgeber kann man unter den vielen bekanntgegebenen Unternehmensprojekten eines oder mehrere aussuchen und mit einer beliebigen Summe ab 25$ fördern.
Das bemerkenswerte hierbei ist, dass die meisten Kreditnehmer das Geld schon in kürzester Zeit zurückzahlen können. Für die positive wirtschaftliche Entwicklung des Geldnehmers garantieren Partner des KIVA Projekts in den jeweiligen Ländern, meistens Fonds größerer Banken. Auf www.kiva.org kann dann auch der aktuelle Status der Rückzahlung abgefragt werden. In den meisten Fällen bekommt man den gewährten Kredit auch wieder zurück, um etwa neuen Projekten und Unternehmen in der dritten Welt Geld zu leihen.
Fazit: Mit Projekten wie KIVA kann man mit wenig Geld viel großes für andere Menschen erreichen, und verliert das eingesetzte Geld nicht einmal. Und das ist definitiv gut!
Tung vom SEMESTERBOOKS.de-Team